Labourgames Hamburg - Stadtteilschüler_innen gewinnen in der Kategorie "Beste Verbindung zwischen Game-Design und Storyline" Drucken

Was wäre wenn die DIGITALE REVOLUTION vor den Schulen nicht halt machte?img 9124

Nach einer kurzfristigen Suche nach einem Team, um uns bei den Labourgames zu bewerben, haben sich letztendlich doch noch fünf Schüler_innen gefunden. Mit geladenem Tintenfüller, brennender Motivation, Cybog-Brain, kreativem Gehirnstrahl und dem Empathie-Move als Waffen gibt sich das Team der Stadtteilschule Niendorf unschlagbar. Die Teammitglieder_innen sind aus den Jahrgängen 8, 9, 10 und 11, und heißen JR, Finlay S.-M., Tom E., Laurids S. und Lia W. Worum geht es bei Labourgames? Es handelt sich um einen Wettbewerb um das beste Spiel. Im Rahmen der Strategie »Digitale Stadt« werden die Möglichkeiten der Digitalisierung real getestet: Mit Leuchtturmprojekten wie LABOURGAMES. Im September werden Hamburger Schulen aufgerufen, sich am LABOURGAMES-Schulwettbewerb zu beteiligen. Die zehn Gewinner nominieren je fünf Abgesandte, die am viertägigen Game-Jam auf dem PLAY-Festival im November teilnehmen. Die 50 Schüler_innen werden an vier intensiven Tagen zusammen mit Künstler_innen und Game-Designer_innen Spielideen entwickeln und diese präsentieren. Zwei Klassen werden dann als Sieger_innen beauftragt, mithilfe eines Budgets die Spielidee zu einem Feinkonzept weiterzuentwickeln. Dabei können die Klassen auf die Expertise des europäischen LABOURGAMES-Netzwerke zurückgreifen. Eines der drei Konzepte wird dann umgesetzt und auf Kampnagel im Juni 2018 und in Rom im Mai 2019 präsentiert.

Unsere Bewerbung: Um sich für den Wettbewerb zu qualifizieren, mussten wir bereits einige Hürden nehmen und dies in Form von Aufgaben. Wir haben Spiele benannt und in einem Satz beschrieben, an welchen Beruf oder welche Situation aus der Arbeitswelt uns dieses Spiel erinnert, wie z.B. FNAF (FIVE NIGHTS AT FREDDY´S) ist wie NACHTWÄCHTER sein: Du machst den Tag zu deiner Nacht. Weiter sollten wir unsere fünf Teilnehmer_innen in Form von fünf Charakterkarten mit Namen, Bild und drei unserer speziellen Eigenschaften oder Superkräfte vorstellen. Dann haben wir noch einen Titel und ein Cover "unseres" Spiels gestaltet und einen passenden Podcast aufgenommen.


img 9135Die Teilnahme am Game-Jam: Yes, eine Runde weiter. Jetzt heißt es vier Tage Game-Jam. Tag eins auf Kampnagel: Erst ein mal haben wir uns und dann fünf Expert_innen aus verschiedenen Berufsgruppen kennengelernt. Dabei waren Vertreter_innen aus den Bereichen: Soziale Arbeit, Werbung, Dramaturgie, Zerspanung- und Veranstaltungstechnik. Der nächste Schritt war, uns mit künstlerischen Strategien zur Spielentwicklung vertraut zu machen, wobei wir jeweils zwei der vier neuen Experten getroffen haben: Magie, Performance, Activism und Bühnenbild. Tag zwei bis vier auf der PLAY17 in der Markthalle: Jetzt bekommen wir Input von Spieleentwickler_innen und Game-Desginer_innen. Nachdem die fünf Gruppen aufgeteilt wurden, durften wir endlich an die Arbeit. Es wurden Spiele in den Bereichen Brett- und Kartenspiel, App-Spiel, Desktop-Spiel und Streetgame entwickelt, die mit den Berufen zu tun haben sollten, die wir am Vortag ausgewählt hatten. Die kommenden Tage haben wir immer wieder sogenannte Play-Tests gemacht und bekamen Hilfe und Feedback von den Expert_innen und unseren Mitstreiter_innen. Die Tage sind lang, wir nutzen sogar die Work-Night bis 22 Uhr am Freitag, die Arbeit intensiv und die Ergebnisse aller Gruppen in ihren jeweiligen Bereichen erstaunlich gut. So gut, dass wir am letzten Tag alle einen Preis in einer bestimmten Kategorie erhalten. Das Team Steam-Nien, also wir, gewinnen in: Beste Verbindung zwischen Game-Design und Storyline bei unserem Desktop-Spiel "Honor of Work".

Zu unserem Spiel: Was programmieren und designen wir da eigentlich? In unserem Spiel gibt es zwei Charaktere in einer düsteren Welt. Auf einem durchaus philosophischem Level behandeln wir ein dystopisches Zukunftsbild. Zwei Brüder, die sich anfeinden, versuchen die durch ihre Welt zu kommen. Was passiert, wenn immer mehr Maschinen die Jobs der Menschen übernehmen? Darf man sich dann glücklich schätzen, wenn man noch einen Beruf hat? Muss ich um meinen Beruf kämpfen? Ein Zerspanungs-Techniker macht aus alten Dingen, neue schöne Dinge. Unser Spiel ist eine Art Adventure-Game, in dem die Charaktere kleine und große Rätsel lösen müssen.

Leider ist hier unsere Reise bei Labourgames beendet, da wir weder den Teilnehmer_innen-Preis, noch den Jury-Preis gewonnen haben. Die Entscheidung war sehr knapp, aber es können nun mal nicht alle gewinnen. Wie geht es jetzt weiter? Entwickeln wir unser Spiel eigenständig in der Schule weiter? Was, aus dem Gelernten, können wir auch weiterhin nutzen... auch in anderen Bereichen? All das sind Fragen, die uns jetzt beschäftigen, aber fest steht: Wir haben einen simulierten Game-Jam erlebt, der uns eine Menge neue Erfahrungen geschenkt hat!

 

img 9173 img 9141
img 9192 img 9143
img 9195 img 9144
 

 

 

 

 

Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg